
Erstmals haben die drei LEADER Regionen im Landkreis Gifhorn gemeinsam ein Infrastrukturprojekt gefördert. Im gesamten Kreisgebiet wurden 34 Informationstafeln zum touristischen Radwegenetz aufgestellt, neun Tafeln informieren zu einzelnen Thementouren und entlang des Elbe Seitenkanals sowie des Mittellandkanals wurden 19 neue Sitzbänke installiert. Ziel der Maßnahme ist eine bessere Orientierung und eine attraktivere Gestaltung des Radverkehrs für Einheimische und Gäste.
Gemeinsame Förderung und Zielsetzung
Die Förderung erfolgte durch die lokalen Aktionsgruppen der LEADER Regionen Isenhagener Land, Südkreis Gifhorn und Lachte Lutter Oker. LEADER ist ein Programm der Europäischen Union zur Stärkung ländlicher Räume, bei dem Kommunen sowie Vertreter von Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Auswahl gefördert werden der Projekte bestimmen. Die gemeinsame Unterstützung dieses Projekts ist nach Angaben der Verantwortlichen ein Novum für die regionale Zusammenarbeit im Landkreis.
Standorte und Inhalte der neuen Anlagen
Die Informationstafeln wurden an verkehrsrelevanten Punkten wie Bahnhöfen, an Übergängen zu benachbarten Landkreisen und an touristisch bedeutsamen Orten aufgestellt. Dazu zählen unter anderem das Internationale Mühlenmuseum, das Otter Zentrum, der Tankumsee und der Heilige Hain. Die zusätzlichen Tafeln zu ausgewählten Thementouren erläutern etwa die Mühlen Tour oder die Heide Tour und sollen dazu anregen, Sehenswürdigkeiten miteinander zu verbinden.
Nutzerfreundlichkeit und digitale Angebote
Bei Gestaltung und Ausstattung der Tafeln wurde nach Angaben der Projektverantwortlichen auf gut lesbare Schriftarten, hohe Kontraste und matte Oberflächen geachtet, um die Nutzbarkeit zu verbessern. Über integrierte QR Codes sind zusätzliche digitale Informationen abrufbar, Inhalte können vergrößert oder per Audiofunktion vorgelesen werden. Damit sollen Informationsangebote für unterschiedliche Nutzergruppen leichter zugänglich werden.
Einordnung und Ausblick
Das Projekt ist Teil einer seit 2020 laufenden Strategie des Landkreises zur systematischen Entwicklung des Radwegenetzes. Dazu zählen Netzentwicklung, Instandsetzungen, eine neue Beschilderung und die Einführung eines landkreisweiten Knotenpunktsystems mit rund 400 Knotenpunkten. Landrat Philipp Raulfs bewertete die Maßnahme als Fortsetzung gezielter Investitionen in ein leistungsfähiges Radwegenetz und hob das Potenzial regionaler Zusammenarbeit hervor. Jörn Pache, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Südheide Gifhorn GmbH, sieht in der Kombination aus ausgeschilderten Wegen, übersichtlichen Informationen und digitalen Planungsmöglichkeiten einen Beitrag zur Attraktivität für Radtouristinnen und Radtouristen.
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