Glasfaserausbau in Braunschweig erreicht 78 Prozent Versorgung

Glasfaserausbau in Braunschweig erreicht 78 Prozent Versorgung
Glasfaserausbau in Braunschweig erreicht 78 Prozent Versorgung

Ende des vergangenen Jahres konnten 78 Prozent der Haushalte und Unternehmen in Braunschweig auf ein Glasfasernetz zugreifen. In den Gewerbegebieten liegt die Versorgung dem Bericht der Stadtverwaltung nach nahezu bei 100 Prozent. Die Verwaltung legte zu Jahresbeginn eine Bestandsaufnahme zum eigenwirtschaftlichen und geförderten Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk vor.

Versorgungsstand im Stadtgebiet

Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf die Zugänglichkeit zum Glasfasernetz. Während Teile der Innenstadt und zahlreiche Wohnquartiere bereits angeschlossen sind, besteht ein Schwerpunkt der Maßnahmen in bisher weniger gut versorgten Bereichen. Nach Angaben der Verwaltung versuchen die Anbieter zugleich, durch neue Produkte und Tarifbuchungen die hohen Investitionskosten für bereits verlegte Leitungen zu refinanzieren.

Geförderter Ausbau der sogenannten Weißen Flecken

Beim geförderten Ausbau der sogenannten Weißen Flecken, also Adressen mit Bandbreiten von grundsätzlich weniger als 30 Mbit pro Sekunde, wurde ein deutlicher Zuwachs verzeichnet. Von rund 430 förderfähigen Anschriften kann inzwischen an mehr als 90 Prozent auf ein Glasfasernetz zugegriffen werden. Etwa drei Viertel dieser Förderadressaten haben bereits einen Hausanschluss gebucht.

Die Stadtverwaltung erwartet, dass der Ausbau in diesen Bereichen planmäßig Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein wird. Stadtbaurat Gerold Leppa erläuterte, der geförderte Ausbau diene dazu, dort zu helfen, wo ein wirtschaftlicher Ausbau durch Unternehmen nicht möglich wäre, und so eine bessere Versorgung für die Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen. Gleichzeitig gehe der Eigenausbau in den Stadtteilen kontinuierlich voran.

Ausbauvorhaben in Innenstadt und Ortsteilen

Für den Innenstadtbereich rund um die Fußgängerzone ist ein Ausbau durch die Deutsche Telekom vorgesehen. Nach den Plänen soll der Kern der Innenstadt, der die Fußgängerzone und etwa 20 Prozent der Innenstadtkunden umfasst, ab dem Jahr 2028 mit Glasfaser versorgt werden. Für einzelne Adressen in diesem Bereich bestehen bereits Glasfaseranbindungen.

In den Ortsteilen Querumer Forst und Timmerlah ist das Ziel einer Vorvermarktungsquote von 33 Prozent erreicht worden. Die Deutsche Glasfaser will nun die Umsetzbarkeit prüfen und die nächsten Schritte abstimmen. Für Völkenrode, Watenbüttel und Veltenhof hat die Deutsche GigaNetz die Vorvermarktung zunächst auf das Ende dieses Jahres verschoben. In diesen Bereichen prüft ein weiteres Telekommunikationsunternehmen, ob es den Ausbau übernehmen kann.

Weitere Details enthält die Gremienmitteilung 26 28093 sowie die Informationen auf www.braunschweig.de/breitbandausbau. Das Bundesministerium für Digitales und Staatmodernisierung bietet zudem anbieterneutrale Informationen zum Thema Glasfaser an.

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redaktion
Redaktion Wolfsburger Anzeiger 36 Artikel
Aus Wolfsburg. Für Wolfsburg.