
Die Stadt Wolfsburg hat 35 Mitarbeitende der Verwaltung zu Kinderrechte-Beauftragten ernannt. Oberbürgermeister Dennis Weilmann überreichte die Urkunden und bezeichnete die Maßnahme als Schritt, Kinderrechte als Querschnittsthema dauerhaft in der Verwaltung zu verankern. Die Beauftragten kommen aus nahezu allen Geschäftsbereichen und sollen künftig bei Entscheidungsprozessen die Interessen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen.
Ziel und Hintergrund
Die Ernennung ist Teil eines Programms zur Umsetzung des kommunalen Labels Kinderfreundliche Kommune, das Wolfsburg am 23. November 2023 dauerhaft erhalten hat. Der Rat der Stadt hatte zuvor am 28. September 2023 Standards beschlossen, mit denen die Stadt die Voraussetzungen für den Erhalt des Siegels dauerhaft sichern will. Die Verwaltung will durch die neuen Stellen Beteiligung als gelebte Praxis etablieren.
Aufgaben der Beauftragten und organisatorische Einbindung
Die Kinderrechte-Beauftragten sollen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Bewusstsein für Kinderrechte stärken, Wissen transferieren und die Perspektiven junger Menschen in die Arbeitsabläufe ihrer Fachbereiche einfließen lassen. Unter Leitung der städtischen Kinderbeauftragten bilden sie ein amtliches Netzwerk. Alle Beauftragten erhalten Grundlagenwissen und können sich zu Beteiligungsprojekten und Methoden austauschen.
Positionen aus Verwaltung und Fachressorts
Oberbürgermeister Dennis Weilmann betonte, dass die Auszeichnung als kinderfreundliche Kommune zugleich ein Auftrag sei, die Interessen von Kindern und Jugendlichen dauerhaft wirksam einzubeziehen. Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, bezeichnete die Ernennung als wichtigen Schritt, um Beteiligung in der Verwaltung zu etablieren. Katrin Dedolf, Kinderbeauftragte der Stadt, verwies darauf, dass die Maßnahme das Ergebnis mehrjähriger Arbeit innerhalb des bundesweiten Vorhabens Kinderfreundliche Kommune sei und eine Struktur schaffe, die Kinderrechte aktiv leben lasse. Die Beauftragten fungierten als Brückenbauerinnen und Brückenbauer zwischen Verwaltung und jungen Menschen.
Weiteres Vorgehen
Die Stadt plant, die neue Struktur fortlaufend zu begleiten und die Beauftragten in ihrer Rolle zu unterstützen. Konkrete Projekte oder Fristen zur Evaluation wurden in der Vorlage nicht genannt. Die Maßnahme ist Teil eines ämterübergreifenden Ansatzes, Kinderfreundlichkeit dauerhaft als Querschnittsaufgabe in Wolfsburg zu verankern.
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