
Beim traditionellen Adventsgespräch zwischen Stadt und Volkswagen haben Vertreter von Verwaltung, Konzern, Arbeitnehmervertretung und Politik die enge Verbindung zwischen Kommune und Unternehmen bestätigt. Im Mittelpunkt standen die aktuelle Lage von Stadt und Volkswagen, die Entwicklung der Innenstadt und das sogenannte Standortkonzept 2035+. Teilnehmende waren Oberbürgermeister Dennis Weilmann, VW-Chef Oliver Blume und die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats und des Konzernbetriebsrats Daniela Cavallo.
Verlässlichkeit und lokale Verantwortung
Oberbürgermeister Dennis Weilmann stellte heraus, Wolfsburg und Volkswagen gehörten zusammen und das Unternehmen sei der wirtschaftliche Motor für Stadt und Region. Er verwies auf Fortschritte in mehreren Projekten, etwa bei der Innenstadtentwicklung und bei Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Die Stadt sehe sich als verlässlichen Partner des Konzerns bei der Umsetzung gemeinsamer Vorhaben.
Oliver Blume hob die wechselseitige Verlässlichkeit hervor und nannte das Engagement von Volkswagen in Kunst, Kultur, Wissenschaft, Bildung und Sport ein Fundament für das Zusammenleben vor Ort. Er kündigte an, dass bestehende Partnerschaften auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden sollen und das Unternehmen sich am Heimatstandort weiterhin gesellschaftlich verantwortungsvoll engagieren werde.
Standortkonzept 2035 und Folgen für Beschäftigte
Daniela Cavallo betonte, dass die Verbindung zwischen Volkswagen und der Region gerade in schwierigen Zeiten besonders deutlich werde. Die Einigung im Dezember des vergangenen Jahres solle dazu beitragen, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Zugleich wies sie darauf hin, dass der Kompromiss mit harten Einschnitten für Beschäftigte verbunden ist. Nach ihren Angaben werden an zahlreichen Standorten, besonders in Wolfsburg, viele tausend Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut, was direkte Folgen für die Region habe.
Vor diesem Hintergrund arbeiten Verwaltung und Politik an dem Standortkonzept 2035+. An der Erarbeitung seien auch Fachleute von Volkswagen beteiligt. Ziel ist es, die regionale Entwicklung und die wirtschaftlichen Perspektiven so zu gestalten, dass die Folgen des Strukturwandels abgefedert werden können.
Stadtentwicklung und Investitionen
Teilnehmende verwiesen auf erzielte Fortschritte in der Innenstadtentwicklung sowie auf Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Diese Maßnahmen sollen nach Ansicht von Stadt und Unternehmen dazu beitragen, den Wissenschafts und Wirtschaftsstandort Wolfsburg weiter zu stärken. Die Vertreterinnen und Vertreter zeichneten ein klares Bild der angestrebten Entwicklung und betonten, an der Verwirklichung dieser Ziele gemeinsam zu arbeiten.
Ausblick
Das Adventsgespräch zeigte die Ambivalenz der Lage: Die partnerschaftliche Zusammenarbeit bleibt zentral für Wolfsburgs Zukunft, gleichzeitig stellen betriebliche Anpassungen die Region vor erhebliche Herausforderungen. Die weitere Zusammenarbeit von Stadt, Unternehmen und Arbeitnehmervertretung gilt als entscheidend dafür, wie Standortkonzept und städtische Entwicklungsprojekte umgesetzt und die sozialen Folgen des Strukturwandels gemildert werden können. Zu den Gästen des Treffens gehörte auch der neue Ehrenbürger Hans Dieter Pötsch.
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